Zeittafel

1862

28. Dezember, Morris Rosenfeld kommt in Boksze bei Suwałki (Russisches Kaiserreich) als ältester Sohn eines Drechslermeisters zur Welt.

1874

20. März, Börries Freiherr von Münchhausen kommt zur Welt.

23. Mai, Moses Ephraim Lilien kommt in Drohobycz (Drohobytsch) in Galizien (heute in der Ukraine) als ältester Sohn eines Drechslermeisters zur Welt.

1875

11. September, Berthold Feiwel kommt zur Welt.

1890

Bis 1891 Studium an der Akademie der bildenden Künste in Krakau beim polnischen Historienmaler Jan Matjeko.

1896

Thedor Herzls Schrift Der Judenstaat erscheint.

1897

Die Zeitschrift Jugend in München veröffentlicht Illustrationen von Lilien.

Das Lieder Buch von Morris Rosenfeld erscheint in New York.

29. bis 31. August, erster Zionisten-Kongress in Basel.

1899

Lilien übersiedelt nach Berlin. Anschluss an die Künstlergruppe Die Kommenden, der unter anderen Stefan Zweig, Börries Freiherr von Münchhausen und Dolorosa angehören.

1900

Juda erscheint. Es gilt als das erste moderne Kunstbuch, das sich mit jüdischem Inhalt an die allgemeine Öffentlichkeit wandte, und als das erste Kunstwerk der jüdischen Renaissance.

1901

Ende 1901 wird der Jüdische Verlag von Martin Buber, Chaim Weizmann, Ephraim Moses Lilien, Berthold Feiwel und Davis Trietsch gegründet.

1902

Morris Rosenfelds Lieder des Ghetto, autorisierte Übertragung aus dem Jüdischen von Berthold Feiwel mit Zeichnungen von E. M. Lilien erscheint.

Dolorosas Gedichsammlung Confirmo te chrysmate mit dem Einband von E. M. Lilien erscheint.

1903

Die Monografie E. M. Lilien, Sein Werk. Mit einer Einleitung von Stefan Zweig.
1904

Fidus verlässt Amden und hält sich mit seiner Familie in Zürich auf.

Juni Fidus, seine Frau Elsa, Gertrud Prellwitz und Elsbet Lehmann-Hohenberg machen einen Ausflug auf die Rigi am Vierwaldstättersee. Das Erlebnis des Sonnenaufgangs soll sein bekanntestes Werk Lichtgebet wesentlich geprägt haben.

3. Juli, Theodor Herzl stirbt.

1906

Lilien gründet mit Boris Schatz in Berlin die Bezalel Kunst und Designschule.

Lilien heiratet die Grafikerin Helene Magnus.

Fidus reist zusammen mit Maria Lucke und Heta von Hackewitz nach Zürich, wo sie bei Fina Zacharias wohnen. In Zürich beteiligt er sich an der Gründung der Zeitschrift [[Polis]].

28. bis 30. Juli, in einer Plakatausstellung des Zeichner-Vereins Zürich im Helmhaus werden neben Plakaten auch Zeichnungen von Fidus gezeigt.

1907

Lilien erhält vom Westermann Verlag den Auftrag zur künstlerischen Gesamtausstattung einer auf 10 Bände angelegten Ausgabe der Heiligen Schrift mit dem Titel “Bücher der Bibel”. Von 1908 bis 1912 erscheinen drei der zehn geplanten Einzelbände.

Mai, Fidus, Maria Lucke und Heta von Hackewitz machen einen Abstecher auf den Monte Verità bei Ascona. In Zürich arbeitet er an seinen bis dahin grössten Bildern, einer Vergrösserung des Giordano Bruno, Seeleneinzelhaft, Morgenwunder und Wintertraum.

16. Dezember, der Sohn Otto kommt in Berlin zur Welt.

1908

Morris Rosenfeld besucht Europa:

29. Juli, Karlsbad.
21. Oktober, Wien.
22. November, Iglau.

1909

Ausstellung in der Hellersche Buchhandlung in Wien.

1910

Ausstellung im Buchgewerbehaus in Leipzig.

April, Ausstellung der Originalzeichnungen zu Die Bücher der Bibel im Kunstgewerbehaus Hulbe in Hamburg.1

1911

20. März, die Tochter Hanna kommt zur Welt.

1914

10. Februar Lichtbildervortrag in Czernowitz.

1918

11. Dezember, Protestversammlung in Bern gegen die Progrome in Polen mit Bethold Feiwel (vgl. Protestversammlung gegen die polnischen Progrome).

1920

Lilien zieht nach Braunschweig (Wolfenbütteler Str. 5).

1923

22. Juni, Morris Rosenfeld stirbt in New York.

1924

25. Mai, Eröffnung der Ausstellung aus Anlass des 50. Geburtstages im Berliner Logenhaus.

1925

Lilien stirbt in Badenweiler.

1933

März, Fidus reist in die Schweiz, hält an verschiedenen Orten Lichtbildervorträge und macht einen Abstecher ins Tessin.

  1. Vgl. Hamburger Fremdenblatt, 82. Jahrg., 17. April 1910, Nr. 89, S. 16. Online []